Meine Person

Die „Marx Brothers“ der Düsseldorfer Falken von 1984

Meine ersten politischen Gehversuche …

… waren solche im wahrsten Sinne des Wortes: nicht ganz freiwillig – meine Schwester musste auf mich aufpassen und hatte mich notgedrungen im Gepäck – wanderte ich seit Anfang der 1980er Jahre bei den großen Friedensdemonstrationen und Ostermärschen mit. Mit 15 trat ich dann bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken ein. Dieses Ereignis wurde im Zeltlager 1984 in Schwangau dokumentiert: Die O-Beine, durch die ich allgemein auf Fotos schnell zu identifizieren bin, verdanke ich meinen Hobbys Fußball (VfL Benrath) und Tischtennis (TSV Urdenbach).

 

 

 

 

 

 

 

Zeltlagerküche 2006 in Berlin: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – Nach dem Spülen ging es direkt zur Fußball-WM auf die Fanmeile

Moneten, Mampf & Mitgliedschaften

Doch mit dem Vereinssport war es dann auch schnell vorbei, da schon damals bei den Falken viel zu tun war: Nachdem ich zunächst im OV Tannenhof die Kasse führte, widmete ich mich später der Bildungsarbeit, um dann 1999 nach sechs Jahren Vorsitz der Falken Niederrhein aus dem aktiven Falkenleben auszusteigen. Das gilt allerdings nicht für die Falkenfreizeiten. Immer wenn es möglich ist packe ich im Sommer den Schlafsack ein und koche für die lieben Kinder. Das ist mir nach wie vor besonders wichtig: Denn alle Kinder – auch die, deren Eltern nicht so viel Geld haben – sollen in den Ferien die Chance haben wegzufahren. Im Übrigen ist die Hilfe im Küchenteam auch eine gute Gelegenheit, den Falken ein bisschen von dem zurück zu geben, was ich dort bei den vielen Schulungswochenenden alles erfahren und erlernt habe – quasi ein Generationenvertrag in der Jugendverbandsarbeit. Nicht zuletzt diese inhaltliche Falkenarbeit hat mich 1987 dazu bewegt, in den Ortsverein Holthausen/Itter/Himmelgeist der Düsseldorfer SPD und zwei Jahre später auch in die Arbeiterwohlfahrt sowie in den Arbeiter-Samariter-Bund einzutreten.

 

 

 

 

Neue-Rhein-Zeitung vom 1. Mai 1993

Mut gegen rechte Gewalt

Anfang der 1990er Jahre begann mein politisches Engagement in der verbandsübergreifenden Interessenvertretung Jugendlicher. Im Jugendhilfeausschuss und als stellvertretender Vorsitzender des Düsseldorfer Jugendringes lag mein Schwerpunkt in der Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. 1991 gründeten wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen den Düsseldorfer Appell, dessen erster Sprecher ich war. Wir organisierten auf der Kö die Lichterkette gegen rechte Gewalt und bauten das Fan-Projekt mit der Unterstützung der Toten Hosen auf, durch deren Hilfe damals über 500.000 DM dem Düsseldorfer Appell zur Verfügung standen.

 

 

 

 

 

FFC Rote Karte beim Freundschaftsspiel der Fortuna gegen Kuba 2006

You‘ll never walk alone

Zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich mein Herz für die organisierte Fan-Kultur. Als Präsident des Fortuna-Fan-Club „Rote Karte gegen Rechts“ begleite ich seitdem nicht nur die Fortuna quer durch die Republik, sondern auch die Geschicke des Vereins und mische mich gerne in alle politischen Debatten rund ums Stadion ein. Seit 1999 bin ich Mitglied der Fortuna und seit drei Jahren im Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V..

 

 

 

 

 

 

Familienfest auf dem Frankenplatz

In die Hände gespuckt und ran

Im Alter von 30 Jahren begann ich mich verstärkt in der Partei zu engagieren. Da ich nach einem schönen Jahrzehnt in einer durchaus filmreifen Männer-WG von der Friedrichstadt nach Pempelfort gezogen war, kandidierte ich dort im OV Derendorf-Golzheim für den Vorstand. Neben spannenden fünf Jahren als Vorsitzender kümmerte ich mich dort seit zehn Jahren um das Familienfest auf dem Frankenplatz. Ich finde es gut, dass wir Sozialdemokraten nicht nur am grünen Tisch für unsere Sache kämpfen, sondern auch konkrete Aktionen machen: Beim Frankenplatzfest verbringen bei gutem Wetter fast 2.000 Menschen gemeinsam einen schönen Tag; dazu gehören auch die, die sich kommerziellen Rummel nicht leisten können. Den gewerkschaftlichen Einsatz (erst Postgewerkschaft, später ÖTV, dann ver.di) beschränkte ich zunächst aus Zeitgründen auf das Zahlen der Mitgliedsbeiträge und die Teilnahme an Demonstrationen. Seit November 2011 bin ich Vorsitzender des Vereins „Neues Lokalradio Düsseldorf“. Unser Ziel ist es, ein Radio aufzubauen, das sieben Tage in der Woche rund um die Uhr in Düsseldorf sendet.

Schließlich wurde ich im Mai 2012 Landtagsabgeordneter für den Düsseldorfer Norden, dem ich bis heute angehöre.

 

 

 

 

Einkünfte, Nebeneinkünfte und Ausgaben

Der Landtag in Nordrhein-Westfalen beschloss am 5. April 2005 einstimmig eine Reform seiner Abgeordnetenbezüge: Die Diäten wurden nahezu verdoppelt; im Gegenzug ist der Betrag vollständig zu versteuern. Ebenso entfielen die bisherigen Altersbezüge, andere Zulagen und Kostenpauschalen komplett. Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt es nicht, auch wird kein Sitzungsgeld mehr gezahlt. Jeder Abgeordnete zahlt für seine Altersversorgung in ein zu diesem Zweck errichtetes „Versorgungswerk der Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen“ ein. Dieses finanziert die späteren Zahlungen an seine Mitglieder ausschließlich aus deren eigenen Beiträgen, seitens des Landes NRW werden keine Beitragszahlungen geleistet. Lediglich die Verwaltungskosten werden zusätzlich aus dem Landeshaushalt finanziert. Damit ist die Altersversorgung vollkommen unabhängig sowohl von der Gesetzlichen Rentenversicherung, als auch von sonstigen Versorgungsregelungen im Öffentlichen Dienst organisiert.

Meine Abgeordnetenbezüge

Als Abgeordneter des nordrhein-westfälischen Landtags erhalte ich monatlich Abgeordnetenbezüge in Höhe von 11.620,- Euro. Hinzu kommt noch ein Beitragszuschuss für die Krankenversicherung – in meinem Fall die AOK Rheinland/Hamburg – in Höhe von 412,- Euro. Summa summarum stehen mir zwölf Mal im Jahr Brutto 12.032,- Euro zu. Geregelt wird die konkrete Höhe der Abgeordnetenbezüge in dem aktuellen NRW-Abgeordnetengesetz.

Vom Brutto zum Netto

Der Landtag behält zum Aufbau einer Altersversorgung ab dem 67. Lebensjahr, die dann nicht zu Lasten des Landeshaushaltes gehen wird, einen monatlichen Versorgungswerksbeitrag in Höhe von 2.465,- Euro ein. Auf meinem Konto kommen also 9.567,- Euro an. Hiervon gehen im Zusammenhang mit dem oben angeführten Beitragszuschuss für die Krankenversicherung 835,- Euro an die AOK. Das Finanzamt kassiert aktuell monatlich rund 2.900,- Euro. (Mitglieds-) Beiträge und Spenden liegen monatlich im Schnitt bei 1250,- Euro; Monatsticket, Miete & Material für die beiden Büros im Landtag bzw. im Wahlkreis summieren sich auf 950,- Euro. Unterm Strich stehen demnach rund 3.630,- Euro.

Nebeneinkünfte

Nebeneinkünfte habe ich keine.