Markus Herbert Weske: Leerstand des alten Finanzamtes an der Roßstraße muss schnell beendet werden

Das Land NRW will das Gebäude des alten Finanzamtes an der Roßstraße 68 für mindestens weitere zwei Jahre leer stehen lassen. Das geht aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Markus Herbert Weske hervor. „ Ich wollte wissen, wie es denn nun an der Roßstraße weitergeht“, erklärt Weske.

Bis 2019 wurde das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft genutzt, seitdem steht es leer.

„Die Aktivierung von Landesliegenschaften wird auf den Seiten des Bauministerium ausdrücklich als Instrument zur Bekämpfung der Wohnungsnot genannt. Angesichts der Wohnungsknappheit muss auch das Land seine Liegenschaften  überprüfen und gegebenenfalls für Wohnungen zur Verfügung zu stellen Umso skandalöser ist es, wenn dann auf so einer exponierten Fläche ein Gebäude für viele Jahre einfach leersteht“, so der Landtagsabgeordnete.

Das Gebäude des Finanzamts befindet sich auf einem Areal, auf dem auch das ausgelagerte Kölner Stadtarchiv an der Bankstraße sowie der landeseigene IT-Betrieb angesiedelt sind. Für das alte Finanzamt ist laut Auskunft der Landesregierung nun eine Nutzung durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb vorgesehen. Hierzu soll es Gespräche innerhalb der Behörden geben, die noch mindestens zwei Jahre dauern sollen.

„ Mir stellt sich die Frage, ob Behörden tatsächlich ihren Betrieb mitten in Wohngebieten durchführen müssen. Das Grundstück auf der Roßstraße eignet sich hervorragend für dringend benötigte Wohnraum. Wenn die Landesregierung ihre eigenen Bekenntnisse wirklich ernstnehmen würde, könnte hier bezahlbarer Wohnraum entstehen.“ erklärt Weske. „ Davon einmal abgesehen, ist es ein Skandal, dass Landesbehörden untereinander über mehrere Jahre hinweg um Mietverträge verhandeln und so wertvoller Gebäudebestand leersteht. Verantwortungsvoller Umgang mit Immobilien sieht anders aus.“