Trotz Corona-Notbremse: Düsseldorfer Sportvereine können Kinder draußen weiterhin trainieren

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat Sonntagabend auf Grundlage der Coronaschutzverordnung die Corona-Notbremse für die Landeshauptstadt Düsseldorf angeordnet. Ab Dienstag, 13. April 2021, gelten zwar zusätzliche Einschränkungen, die sich an den Regelungen, die bis zum 7. März 2021 landesweit galten, orientieren; im Sport gibt es aber für Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren eine Ausnahme. Dazu erklärt der Düsseldorfer Abgeordnete Markus Herbert Weske, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Seit Anfang März konnten auf den Sportanlagen unter freiem Himmel Gruppen von bis zu zwanzig Kindern zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen wieder trainieren. Es ist richtig, dass diese wichtige Öffnung der Sportplätze durch die Corona-Notbremse nicht gänzlich einkassiert, sondern nur eingeschränkt wird. Da wir in Düsseldorf nun seit über drei Tagen eine Inzidenz von über 100 haben, wird die zulässige Gruppengröße ab sofort von 20 Kindern auf zehn Kinder zuzüglich zwei Betreuerinnen und Betreuer gesenkt. Das halte ich für einen vernünftigen Weg!“

Verärgert ist Sportpolitiker Weske „über die mindestens verwirrende Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung“ auch bei diesem Thema: „Einen Hinweis auf die Möglichkeit, bis zu zehn Kinder draußen weiterhin zu trainieren, sucht man in den Pressestatements der Staatskanzlei vergeblich. Es kann nicht die Aufgabe der vielen ehrenamtlich Engagierten in den Sportvereinen sein, alle zehn Tage 24 Seiten Coronaschutzverordnung durchzuarbeiten. Solche Versäumnisse und handwerklichen Fehler sind ein echtes Ärgernis!“