Erhalt der U79 zwischen Duisburg und Düsseldorf: Hier ist der Bund gefordert!

Zu der Forderung der Düsseldorfer CDU in der Bezirksvertretung 5, das Land möge nicht nur den Neubau, sondern auch die Sanierung von U-Bahnstrecken mitfinanzieren, erklärten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp (Duisburg-Süd) und Markus Herbert Weske (Düsseldorf-Nord): „Wir freuen uns über die Unterstützung aus Teilen der CDU für unsere Forderung, dass neben dem Neubau künftig auch die Sanierung einer U-Bahn finanziell unterstützt werden können muss. Allerdings ist der Adressat der falsche: Da es sich hier um Regionalisierungs- beziehungsweise Entflechtungsmittel des Bundes handelt, die vom Land weitergegeben werden, ist hier der Bund gefordert. Er muss endlich die Vorgaben ändern, damit das Land diese Mittel auch zur Sanierung der Sicherheitstechnik in den U-Bahn-Tunneln der Linie U79 weitergeben darf. Insofern muss diese Forderung an den örtlichen Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek (CDU) gerichtet werden.“

„Die Verbindung unserer beiden Städte ist von elementarer Bedeutung. Die Bürgerinnen und Bürger sowohl auf Duisburger als auch auf Düsseldorfer Seite sind täglich darauf angewiesen, insbesondere die Schul- und Berufspendler“, ergänzte Philipp. Daher dürfe in diesem Fall nicht die Finanzlage einer einzelnen Kommune ausschlaggebend für die Weiterführung der Strecke sein. „Es kann auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden, die U79 künftig an der Stadtgrenze enden zu lassen. Das wäre fatal“, betonte Weske.

Übrigens sei dies kein spezielles Problem der Düsseldorfer oder der Duisburger: „Auch die anderen Städte, die in den 1970er und 1980er Jahren mit dem Aufbau eines U-Bahnnetzes begannen, stehen nun vor gewaltigen Investitionen in notwendige Instandhaltungen. Allein die Sanierung der Sicherheitstechnik in den U-Bahn-Tunneln der Linie U79 kostet rund 95 Millionen Euro. Solche Summen können viele Städte alleine nicht stemmen. Daher muss neben dem Neubau künftig auch die Sanierung einer U-Bahn vom Bund unterstützt werden können", forderten die beiden SPD-Abgeordneten abschließend.