Der Nachwuchs übernimmt im Landtag

Fraktionssitzungen, Expertenanhörungen und Plenardebatten: Alles wie bei den Großen. Von heute bis Samstag, 6. September tagt zum sechsten Mal der Jugend-Landtag NRW. 237 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren werden sich in dieser Zeit intensiv der parlamentarischen Arbeit der nordrhein-westfälischen Volksvertreter widmen. Die Jugendlichen sollen dabei Politik und Demokratie praktisch erfahren, ihre Kenntnisse über die Abläufe im Parlament erweitern, sich aber auch handfesten politischen Themen widmen.

Der Jugend-Landtag entspricht mit den 237 Abgeordneten und den fünf Fraktionen von SPD, CDU, den Grünen, der FDP und den Piraten in seiner Zusammensetzung exakt dem tatsächlichen Landtag. Dementsprechend nehmen auch drei junge Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auf den Stühlen der Landtagsabgeordneten der SPD Platz. Die Düsseldorfer Sozialdemokratin Walburga Benninghaus wird von der 16-jährigen Sarah Saleh vertreten, für Markus Herbert Heske zieht Phuong Nguyen Minh (17) ins Parlament ein und der Platz von Marion Warden wird von Florian Feldhoff (18) übernommen.

Nachdem der Jugend-Landtag am Donnerstag um 16 Uhr von Landtagspräsidentin Carina Gödecke im Plenarsaal eröffnet wird, beginnt die Arbeit: Die Fraktionen werden sich konstituieren und ihre Vorsitzenden sowie die Ausschuss-Mitglieder wählen. Debattiert und entschieden werden zunächst die Themen „Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte“ und „Kindergartenpflicht einführen“, die zuvor von jugendlichen Helfern ausgewählt und vorbereitet wurden. Weitere Themen können im Ablauf beantragt werden. Die Jugend-Abgeordneten erarbeiten ihre Positionen in den Fraktionen, in Fachausschüssen, Expertenanhörungen und schließlich in der Plenarsitzung am Samstag. Diese wird als Höhepunkt des Jugend-Landtags live im Internet übertragen (www.landtag.nrw.de). Ziel des gesamten Projektes ist jedoch nicht nur der Lerneffekt für die Nachwuchspolitiker. Auch die Meinungen und Anliegen junger Menschen sollen direkt in das Parlament hineintragen werden. Die gefassten Beschlüsse werden im Anschluss auch vom „echten“ Landtag debattiert.