Sommerferien 2018 bis 2024 – Für eine Regelung auch im Sinne der Jugendverbände

Für Juni 2014 ist in der Kultusministerkonferenz der Beschluss über die langfristige Sommerferienregelung 2018 bis 2024 vorgesehen. Dabei sollen die maßgeblichen schulpädagogischen sowie die verkehrlichen und wirtschaftlichen (insbesondere touristischen) Gesichtspunkte berücksichtigt werden. In einem Schreiben an Schulministerin Sylvia Löhrmann hat der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske nun die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin aufgefordert, sich bei den Verhandlungen für die berechtigten Anliegen der Jugendverbände einzusetzen; mindestens zwei Wochen der Sommerferien sollen im August und damit in den Semesterferien liegen:

„Nordrhein-Westfalen ist in seiner bald 70jährigen Geschichte geprägt durch ein großes ehrenamtliches Engagement der Menschen, die hier leben. Insbesondere in den Sommerferien organisieren die Ehrenamtlichen in den Jugendverbänden Freizeiten, an denen oft auch Kinder und Jugendliche teilnehmen, deren Familien ansonsten keinen Urlaub finanzieren können. Aus pädagogischen und wirtschaftlichen Gründen dauern solche Freizeiten zum großen Teil mindestens zwei Wochen.

Damit solche Freizeiten durchgeführt werden können, sind die Jugendverbände vor allem auf das Engagement von jungen Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren angewiesen. Sie befinden sich in diesem Lebensabschnitt in der Regel in der Ausbildung, rund die Hälfte studiert an einer unserer (Fach-) Hochschulen. Diese können allerdings nur dann in den Ferienmaßnahmen Verantwortung übernehmen, wenn es das Studium zeitlich erlaubt. Im Kern bedeutet das, dass eine Überschneidung von Schul- und Semesterferien gegeben ist.

Aus diesem Grund bitte ich Sie, sich bei den anstehenden Verhandlungen in der Kultusministerkonferenz für eine Regelung einzusetzen, demnach mindestens zwei Wochen der Sommerferien im August liegen. Ausgehend vom Vorschlag der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 13. März 2014 bedeutet dies eine Verschiebung in den Jahren 2020, 2022 und 2023 um mindestens drei bis sechs Tage.“