Kein Casino in Düsseldorf – Schwarz-Gelb hat alles falsch gemacht, was man falsch machen kann

Zu der Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die fünfte Lizenz für eine Spielbank an Köln zu vergeben, erklärte der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske: „Bereits im Oktober des vergangenen Jahres, noch bevor überhaupt die gesetzlich festgeschriebene Anzahl der NRW-Spielbanklizenzen von vier auf fünf erhöht wurde, habe ich in einem Interview darauf hingewiesen, dass ich Düsseldorf für einen hervorragenden Standort halte und die Stadtspitze aktiv werden sollte. Aber anstatt über einen breit getragenen Ratsbeschluss dem Land zu signalisieren, dass Düsseldorf unabhängig von künftigen Kommunalwahlergebnissen dauerhaft ein verlässlicher Standort ist, passierte zunächst einmal wochenlang nichts. Die Unentschlossenheit der schwarz-gelben Ratsmehrheit und ihre mangelnde Bereitschaft zu einer fraktionsübergreifenden Initiative gipfelten schließlich in einem Schreiben der Düsseldorfer Parteivorsitzenden von CDU und FDP an den Landesinnenminister. Damit machten sie ihre fehlende Dialogbereitschaft und das mangelnde Interesse an einer gemeinsamen Bewerbung öffentlich. Zudem habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass die Stadt Köln in dem Rennen um die Lizenz nicht nur mit einem einstimmigen Ratsbeschluss punktet, sondern auch eine unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen hat. Auch hier: Fehlanzeige in Düsseldorf. Schwarz-Gelb hat also alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.“

Weske kritisierte, dass auch an anderen Stellen der Stadt der Weitblick fehle: „Im Mai entscheidet die Internationale Eishockey-Föderation IIHF, ob die 81. Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren im Jahr 2017 in Deutschland und Frankreich oder in Dänemark und Lettland ausgetragen wird. Vor wenigen Tagen beschloss der Deutsche Eishockey-Bund als Spielort – man ahnt es – unseren rheinischen Nachbarn Köln; aus der ‚Sportstadt‘ Düsseldorf lag überhaupt keine Bewerbung vor. Das ist umso ärgerlicher, da wir in Düsseldorf mit dem ISS-Dome über eine hervorragende Spielstädte mit internationalem Standard verfügen. Es ist fahrlässig, diese für ein solches internationales Ereignis nicht ins Spiel zu bringen, zumal der Veranstaltungskalender des ISS-Dome die Eishockey-WM auch gut hätte gebrauchen können. Es ist offensichtlich: Stadtspitze und schwarz-gelbe Ratsmehrheit verschlafen die Chancen Düsseldorfs.“