U79 zwischen Duisburg und Düsseldorf muss bleiben

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp (Duisburg-Süd) und Markus Herbert Weske (Düsseldorf-Nord) priorisieren eine gemeinsame Ausschreibung von Rheinbahn und der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) für eine Sanierung der Sicherheitstechnik in den U-Bahn-Tunneln der Linie U79: „Die Verbindung unserer beiden Städte ist von elementarer Bedeutung. Die Bürgerinnen und Bürger sowohl auf Duisburger als auch auf Düsseldorfer Seite sind täglich darauf angewiesen, insbesondere die Schul- und Berufspendler“, erläuterte Philipp. Daher dürfe in diesem Fall nicht die Finanzlage der einzelnen Kommune ausschlaggebend für die Weiterführung der Strecke sein. „Die beiden Städte, das Land NRW und vor allem der Bund müssen in einen gemeinsamen Dialog treten. Dabei kann aber nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden, die U79 künftig an der Stadtgrenze enden zu lassen. Das wäre fatal“, kritisierte Weske.

Da Bund und Land bislang lediglich den Bau neuer U-Bahn-Strecken mitfinanzierten, fehle eine Unterstützung der Kommunen beziehungsweise der Nahverkehrsbetriebe bei der Sanierung des bestehenden Netzes. "Das ist kein spezielles Problem der Düsseldorfer oder der Duisburger. Auch die anderen Städte, die in den 1970er und 1980er Jahren mit dem Aufbau eines U-Bahnnetzes begannen, stehen nun vor gewaltigen Investitionen in notwendige Instandhaltungen. Allein die Sanierung der Sicherheitstechnik in den U-Bahn-Tunneln der Linie U79 kostet rund 95 Millionen Euro. Solche Summen können viele Städte alleine nicht stemmen. Neben dem Neubau muss künftig auch die Sanierung einer U-Bahn vom Bund unterstützt werden können", forderten die beiden SPD-Abgeordneten.

Da die Sanierung der U-Bahn-Tunnel spätestens im Sommer ausgeschrieben werden muss, um eine übergangslose Nutzbarkeit zu gewährleisten, sei Eile geboten. Philipp: "Auch wenn sich in Berlin offensichtlich alle schon im Wahlkampf befinden, muss die schwarz-gelbe Bundesregierung hier schnell handeln und die Förderung umstellen."