Fanbetreuung und Polizeiarbeit sind die beiden Säulen des Sicherheitskonzeptes im Fußball

Anläßlich der Pressekonferenz der nordrhein-westfälischen Landesregierung und dem DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock zum ‚Nationalen Konzept Sport und Gewalt‘ erklärte Markus Herbert Weske, Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Sportausschuss, heute in Düsseldorf: „Ich begrüße es sehr, dass die nordrhein-westfälische Initiative aufgegriffen wurde und nun bundesweit geltende Richtlinien eingeführt werden, nach denen an allen Spielorten der oberen Fußballigen verfahren wird. Die bisher zum Teil deutlichen Unterschiede in der Polizeiarbeit der jeweiligen Bundesländer machten es noch schwerer, Konfliktsituationen in und um den Sportstätten zu vermeiden.“

Weske betonte, dass daneben die Fanarbeit eine wichtige Säule für eine friedliche Atmosphäre bei den Spielen sei: „Wir haben in Nordrhein-Westfalen 13 sozialpädagogische Fußballfanprojekte, die sich um die jugendlichen Fußballfans kümmern und sind auch in diesem Bereich vorbildlich. Aber auch hier werden wir aufgrund der Vorkommnisse in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den dort tätigen Sozialarbeitern und Sozialpädagogen die Arbeit intensivieren.“ Dabei sei es eine sehr gute Grundlage, dass NRW als einziges Land alle Vereine der oberen drei Ligen im gleichen Umfang finanziere. „Wir haben festgestellt, dass es noch problematischer wurde, wenn Vereine abgestiegen sind. Nun können also auch Fan-Projekte abgestiegener Vereine mit der örtlichen Polizei und dem Deutschen Fußball-Bund weiterhin intensiv zusammenarbeiten. Dieser Dialog ist besonders wichtig“, stellte der SPD-Sportpolitiker fest.

Bereits in der vergangenen Legislaturperiode sei das Problem der Gewalt in und um Fußballstadien schon häufiger im Sportausschuss des Landtags angesprochen worden, erinnerte Weske und kündigte an, das Thema auch im neu gewählten Landtag wieder auf die Tagesordnung zu setzen: „Wir werden mit den Fanprojekten, der Polizei, dem DFB und der Koordinierungsstelle bei der Sportjugend in Frankfurt darüber beraten, wie die Konzepte gegen Gewalt, Schlägereien und Angriffe auf Polizisten und Ordner noch verbessert werden können.“