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Pressemitteilung:

26. November 2018

SPD macht sich für Alleinerziehende stark: Weske fordert ergänzende Betreuungsmöglichkeiten

Das Armutsrisiko für Alleinerziehende wächst seit Jahren und ist insbesondere ein Problem von Müttern. Oftmals gelingt es nicht, Kindererziehung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das Modellprojekt „Sonne, Mond und Sterne“ aus Essen zeigt, wie ergänzende Kinderbetreuung Alleinerziehenden und ihren Kindern hilft, aus der Armutsspirale zu entkommen. Der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske unterstützt die Ausweitung des Konzeptes auf die Landeshauptstadt.

„Denn auch in Düsseldorf haben betroffene Alleinerziehende eine Petition auf den Weg gebracht. „Brandbriefe“ nennt sie der Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV). Ziel ist es, Kinderbetreuung in den Familien auch zu außergewöhnlichen Zeiten anzubieten. Viele Kinderbetreuungsangebote decken nur die Zeiten von 7.30 Uhr bis 16:30 Uhr ab. So bleiben große Betreuungslücken, die es Eltern im Schichtdienst oder im Einzelhandel unmöglich machen, zu arbeiten.

Die SPD-Landtagsfraktion hat das Thema aufgegriffen und im Familienausschuss zusätzliche fünf Millionen Euro beantragt, um weitere Betreuungsangebote schaffen zu können“, berichtete der SPD-Finanzpolitiker. „Etwa 40 Prozent der Alleinerziehenden in Nordrhein-Westfalen sind auf staatliche Hilfe angewiesen, obwohl viele gerne arbeiten würden. Mit dem Geld könnten in allen Städten und Kreisen, die Brandbriefe erhalten haben, diese Angebote geschaffen werden; so auch in Düsseldorf.“

In Essen arbeiten die Betreuungspersonen ehrenamtlich mit einer Aufwandsentschädigung. Die SPD wolle jetzt Modelle mit unterschiedlichen Qualifikationsprofilen und Vergütungssystemen erproben. Letztlich soll die ergänzende Randzeitenbetreuung gesetzlich verankert werden: „Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein. Es geht darum auch für Alleinerziehende Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, ist sich Weske sicher. Davon profitiere die gesamte Gesellschaft. Das Essener Projekt habe gezeigt, wie aus Hartz IV-Empfängerinnen Fachkräfte werden können. Das sei letztlich kostengünstiger als langfristig Transferleistungen zu zahlen. Die SPD werde aus der Opposition weiter Druck machen, um Alleinerziehenden besser helfen zu können.

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